Der Trend hin zu höher raffinierten und somit zink- und aschefreien Ölen kann beim Filtrieren dieser Flüssigkeiten bisher unbekannte Probleme durch elektrostatische Aufladung verursachen.
Verantwortlich dafür ist das physikalische Phänomen der Abscherung von Ladungsträgern an der Filteroberfläche. Ist das Öl gering leitfähig,können die Ladungsträger nicht abgeleitet werden. So entstehen elektrostatische Aufladungen. Ingenieure des HYDAC FluidCareCenters konnten in mehreren Anwendungsfällen mit Ölen niedriger Leitfähigkeit (< 500 pS/m) Spannungsspitzen von bis zu 30.000 V nachweisen.
Sobald eine kritische Durchschlagspannung erreicht ist, kommt es zu Entladungen in der Anlage. Diese können direkte Schäden in Form verbrannter und durchlöcherter Filterelemente, Störungen an elektronischen Systemen und gegebenenfalls sogar Verpuffungen im Tank verursachen. Indirekt wird das Öl durch beschleunigte Ölalterung und Bildung von lackähnlichen Rückständen geschädigt. Als Folge können Ventile, Schaltkolben und Wellen verblockt werden. Außerdem verringert sich die Standzeit der eingesetzten Filterelemente erheblich.
Um elektrostatisch bedingte Schäden an Systemkomponenten bzw. am Öl zu verhindern, hat HYDAC die Stat-Free® Technologie entwickelt. Stat-Free® Filterelemente gewährleisten unabhängig von der Leitfähigkeit des Öls einen sicheren Anlagenbetrieb, indem Sie eine elektrostatische Aufladung des Öls verhindern. Die neue Elementtechnik von HYDAC trägt so in erheblichem Maße zur funktionalen Sicherheit und einem störungsfreien Betrieb von Hydraulik- und Schmiersystemen bei.